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Pilot Iroshizuku “Yama-Guri” (braun): Tintenreview

Eine überzeugende dunkelbraune Tinte

Iroshizuku Yama-Guri ink swab

Tintenname: Pilot Iroshizuku “Yama-Guri”
Füllmenge: 50 ml (Glasflakon)
Preis: ca. 20 €
Preis pro ml: ca. 0,40 €

  Leuchtturm 1917 Standard Kopierpapier
Farbe  dunkles Schokoladenbraun  recht reines Dunkelbraun
Sättigung  hoch  hoch
Shading  ein wenig  ein wenig
Verlaufen  nein  nein
Durchbluten  nein  kann an manchen Stellen passieren
Feuchtigkeit  recht nasser Tintenfluss  recht nasser Tintenfluss
Trockenzeit  nicht mehr als 15 Sek. (man beachte dabei aber, dass der Test mit einer japanischen B-Feder durchgeführt wurde, was eher eine westlichen M-Feder vergleichbar ist)  nicht mehr als 5 Sek. (siehe die Anmerkungen links zur Feder)
Verschmieren wenn trocken durch festes Darüberstreichen mit dem Finger   nein  nein
Verschmieren bei normalem Schreiben  nein  nein
Verschmieren einer linken Notizbuchseite (getrocknete Tinte) bei Linkshändern  nein  nein

Handgeschriebene Review auf Leuchtturm 1917-Papier (gescanned mit 600 dpi mit einem Doxie Flip – Klick auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung auf Flickr)

Iroshizuku Yama-Guri on Leuchtturm paper

Handgeschriebene Review auf Standard Kopierpapier (gescanned mit 600 dpi mit einem Doxie Flip – Klick auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung auf Flickr)

Iroshizuku Yama-Guri on standard copy paper

Da ich ein großer Fan brauner Tinten bin, wollte ich Iroshizuku Yama-Guri schon seit längerem ausprobieren. Farblich ist Yama-Guri wohl ein “Kastanienbraun” – naja, das kommt wohl darauf an, welche Kastanie man sich gerade ansieht. Für mich persönlich ist es eher ein schönes, dunkles Schokobraun. Aber Farbe liegt ja oft im Auge des Betrachters. Der kleinste gemeinsame Nenner ist sicherlich der eines sehr dunklen Brauntones.

Wie viele sehr dunkle Tinten, hat Yama-Guri nicht sonderlich viel Shading. Es ist nicht so, dass kein Shading zu sehen wäre, aber es ist eben auch nicht wahnsinnig viel. Die Tinte ist stark gesättigt und damit auch insgesamt einer der dunkleren Brauntöne, die ich bisher so geschrieben habe. Was ich wirklich mag an der Tinte ist ihre Farbtreue zum Braunen hin – d.h. es sind für mich keine Einschläge von rot, gold, oder sonstigen Farbstichen erkennbar, die andere braune Tinte sonst ganz gerne einmal mitbringen. Yama-Guri ist definitiv eine Premiumtinte mit sehr gutem Fließverhalten aus der Feder heraus. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Vom Preis hier liegt Yama-Guri, wie alle Iroshizuku-Tinten, eher in der Premiumklasse, was die Qualität aber durchaus auch spüren lässt. In etwa vergleichbar mit der Klasse der Pelikan Edelstein oder J. Herbin Tinten, um nur ein paar Beispiele zur Orientierung zu nennen.

Iroshizuku Yama-Guri ist eine eher nasse Tinte, was sich v.a. auf weniger hochwertigem Papier in gelegentlichem Durchbluten bemerkbar machen kann. Allerdings glänzt die Tinte, an ihrer relativ hohen Feuchtigkeit gemessen, durch ein exzellente Trockenzeit. In meinem Test bspw. deutlich besser als etwa Kon-Peki (eine blaue Tinte). Und das bei einer M- bzw. B-Feder ist wirklich nicht schlecht!

Damit ist Yama-Guri definitiv “Linkshändergeeignet” – und für alle anderen natürlich auch 🙂 .

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