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Pentel EnerGel: ein samtweich schreibender Tintenroller (für Linkshänder)

Im diesem Beitrag vorangehenden Post schien schon auf, dass es einen kleinen aber erlesenen Kreis an ‘Lieblingsschreibgeräten’ gibt, mit denen ich sehr gerne Notizen und Skizzen anfertige. Dazu gehören vor allem Produkte von Faber-Castell, Stabilo und Pelikan – zu diesen werde ich zu einem späteren Zeitpunkt einmal noch einen Beitrag machen.

An dieser Stelle hier möchte ich mich gerne auf einen Stift konzentrieren, der immer mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsschreibgeräte avanciert: der Pentel EnerGel.

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Den Stift gibt es in allen erdenklichen Ausführungen. Von preisgünstigeren Modellen, die man nicht mit Nachfüllminen wiederbefüllen kann über Modelle mit und ohne Kappe bis hin zu Designer-Ausführungen. Mein persönlicher Favorit ist der EnerGel Xm – mit oder ohne Kappe (siehe die unteren drei Stifte auf dem Foto oben).

Zudem hat man die Wahl aus verschiedenen Schreibfarben. Die Standards schwarz, blau und rot gibt es in allen EnerGel-Stiften. Zusatzfarben wie bspw. violett, grün oder orange sind auf bestimmte Modelle beschränkt.

Darüber hinaus hat man die Wahl aus verschiedenen Strichstärken. Zu den Strichstärken und ein paar der verfügbaren Farben untenstehend einmal eine Schreibprobe auf normalem A4-Druckerpapier (gefaltet).

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Das mit den Strichstärken ist bei Pentel auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aber letztlich doch sehr sinnvoll gelöst. So erschließt sich nicht direkt, dass die auf den Stiften angegebenen Zahlen (siehe Foto oben: 0.5, 0.7, 1.0) nicht die Strickstärke, sondern der Durchmesser der Kugel des Tintenrollerkopfes ist. Die Strichstärke selbst, die man dann zu Papier bringt, ist in der Regel der halbe Durchmesser des Kugeldurchmessers. Das musste ich auch erst einmal googeln, wurde dann aber auf der Pentel-Seite mit einer schlüssigen Erklärung fündig:

Was ist der Unterschied zwischen Kugeldurchmesser & Strichstärke?

Beides sind Angaben, um Sie über die Dicke der Schrift zu informieren. Die Angabe Kugeldurchmesser bezieht sich auf den Durchmesser der kleinen Kugel in der Schreibspitze. Dieses Maß ist wesentlich genauer, da die Strichstärke je nach Druck auf das Papier oder den individuellen Schreibwinkel leicht variieren kann. Pauschal kann man aber sagen: Die Strichstärke ist ungefähr die Hälfte des Kugeldurchmessers. Auf den Pentel Produkten wird jeweils der Kugeldurchmesser angegeben. (Quelle)

Was ich persönlich an diesem Stift so toll finde?

  • Ich schreibe sehr gerne mit Tinte – als Linkshänder fällt dafür aber in der Regel Füller aus (Verschmieren). Neben teureren Tintenrollern war daher immer der Pelikan Inky wegen der schnellen Trocknung der Tinte meine erste Wahl. Auch die strukturviskose Tine des EnerGel trocknet extrem schnell – sehr rasches Zeichnen und Skizzieren sowie ein nahezu unmittelbares Zuklappen des Notizbuches sind kein Problem.
  • Die Tinte kommt in allen Strichstärke sehr gut auf das Papier und hat eine extrem satte und starke Farbe.
  • Dabei schreibt sich der EnerGel so butterweich das man fast schon das Gefühl hat, über das Papier zu gleiten. Ich mag Metaphern im Allgemeinen nicht besonders, aber in diesem Falle trifft es wirklich zu. Ich habe das Gefühl, dass der Stift sich noch um so weicher schreibt, je dicker man die Kugelstärke wählt. Aber auch in der feinsten Strichstärke ist der EnerGel einfach ein sehr schönes Schreibgefühl.
  • Vor allem für das Skizzieren wichtig: ein gleichmäßiger Strich. Da haben Fineliner doch oftmals ihre Probleme, denn wenn man den Stift rasch führt, bekommt man oft sehr ungleichmäßige Ergebnisse. Nicht so beim EnerGel. Der Strich hier ist sehr präzise ohne Verlaufen der Tinte. Auch bei sehr schneller Stiftführung entsteht immer ein gleichmäßiger und deckender Strich.
  • Viele Tintenroller haben eine Kappe bzw. einen Deckel. Den EnerGel gibt es “retractable”, d.h. quasi mit Kugelschreiber-Klickmechanik. Das finde ich vor allem unterwegs sehr praktisch, wenn man schnell mit der einen Hand nach dem Notizbuch greift und mit der anderen den Stift bedient: Man muss nicht umständlich einen Deckel abziehen und weiss dann nicht wohin damit.
  • Der EnerGel hat eine sich sehr angenehm greifende gummierte Griffzone, mit der auch längeres Schreiben oder Skizzieren kein Problem ist.
  • Der Clip hat einen super Druckpunkt: er hält den Stift so gut in der Hemd- oder Jackentasche, dass er nicht verrutscht, aber ist lose genug um den Stift locker zu entnehmen und sich dabei nicht die Naht der Hemdtasche zu zerschleißen.

Summa Summarum:

Der EnerGel ist ein wunderbarer Tintenroller, der sich im Alltag sowohl für Schreiben als auch für das Skizzieren sehr gut eignet. Es gibt ihn in den gebräuchlichsten Strichstärken und Farben und der Stift produziert ein sehr schönes und gleichmäßiges Strich- und Schriftbild. Vor allem für Linkshänder ist der Stift wahrscheinlich der Ersatz für alle anderen Schreibgeräte, die wegen des Verschmierens nicht genutzt werden können. Zudem ist das Schreibgerät mit um die 3-4€ doch sehr erschwinglich. Die Nachfüllminen sind dann nochmals etwa um die Hälfte günstiger.

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